Rasenpflege im Herbst

Rasenpflege, besonders im Herbst sollte nicht vernachlässigt werden. Bis es so richtig kalt wird, muss der Rasen gemäht werden. Über Sommer wurde der Rasen vielseitig genutzt und strapaziert. Das hat ihm zudem viel Kraft gekostet.
Wer vorsorgt, bereitet seine Rasenfläche optimal auf den kommenden Winter vor. Mit einigen Pflegemaßnahmen wird er im nächsten Jahr wieder üppig grünen, wie im nachfolgenden Text zu lesen ist.

Mähen und Vertikutieren

Rasenpflege sorgt nicht nur im Frühjahr und im Sommer mit einem regelmäßiger Rasenschnitt für einen gleichmäßigen, dichten und gesunden Rasen. Auch wenn die Temperaturen im Herbst zurückgehen, wachsen die Gräser immer noch weiter, wenn auch verringert. Deshalb sollte der Rasen bis tief in den November hinein geschnitten werden. Allerdings ist es günstiger, wenn die Arbeiten an schönen und trockenen Tagen durchgeführt werden – allzu nasses Grün kann einerseits den Rasenmäher verkleben und andererseits wird ein zu nasser und kalter Boden derart verdichtet, dass sich Moos bilden kann und der Rasen außerdem schlechter mit Nährstoffen versorgt wird.

Die Mähhöhe liegt dabei nicht tiefer als 5 Zentimeter Rasenhöhe.
Wenn der Rasen zu lang bleibt, wird er vom Schnee platt gedrückt, sodass sich Krankheiten leichter ausbreiten können. Die Folge sind teilweise große große Leerflächen, die man allerdings erst im Frühjahr entdeckt. Es kann sogar so weit führen, dass man dann über das Anlegen eines neuen Rasens nachdenken muss.
Andererseits stehen der Gesamtfläche bei 5 Zentimeter Rasenhöhe noch genug grüne Pflanzenteile zur Fotosynthese zur Verfügung. Bei dieser Höhe kann sich der Rasen außerdem gegen Unkräuter und Moos behaupten, die allzu kurz geschnittene Rasenflächen ansonsten gern überwuchern.

Wichtig ist es, alle Schnittreste nach dem letzten Rasenmähen zu entfernen. Einfacher geht es natürlich, wenn man einen Rasenmäher mit Fangkorb hat.
WOLF-Garten Elektro-Rasenmäher S 3800 E; 18ACF1S-650

Ein weitere wichtige Maßnahme ist das Vertikutieren nach dem Mähen. Wird sehr oft vernachlässigt. Wirkt aber durch das Auflockern mit leichten Schnitten wie eine Verjüngungskur. An Fehlstellen kann jetzt noch frische Aussaat aufgebracht werden.

Jetzt Düngen oder nicht?

Nachdem die vorherigen Arbeiten gemacht sind – eindeutig – Ja.
Aber nicht mit dem sogenannten Sommerdünger oder Langzeitdünger. Diese Dünger sind eben für den Sommer angebracht, da sie das Wachstum der Gräser anregen. Im Winter würde es das Risiko für Frostschäden erhöhen.
Spezieller Rasendünger für den Winter sollte es schon sein. Er kann bis November gleichmäßig verteilt aufgebracht werden und wirkt etwa zehn Wochen.
Unser Rasen braucht jetzt keine Nährstoffe für kräftigen Wuchs, sondern für das Wurzelwachstum.
Deshalb muss in dem Dünger weniger Stickstoff und dafür umso mehr Phosphat und Kalium beinhalten. Kalium erhöht die Salzkonzentration im Zellsaft und senkt damit den Gefrierpunkt.
Zu erkennen ist das an der Angabe des NPK – Wertes auf der Verpackung.

N – für Stickstoff

P – für Phosphat

K – für Kalium

Damit sind dann die Gräser in der kalten Jahreszeit bestens versorgt und sie zeigen es uns mit einem schönen Grün an, wenn sie nicht gerade vom Schnee verdeckt sind.

Mehr über das Thema Rasen, ob Anlegen nach alter Art mit Samen, was man bei Rollrasen beachten muss, Rasenkrankheiten und vieles anderes kannst Du hier nachlesen.

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This article has 6 comments

  1. Frauke Reply

    Deine Tipps zur Rasenpflege kann ich nur teilweise folgen:
    – so mähe ich den Rasen ziemlich lang, damit die Halme nicht im Wurzelbereich beschädigt werden und bei Trockenheit geben sie noch Schutz
    – auch mähe ich nicht bei Trockenheit
    – lasse ich immer das Schnittgut für die Humusbildung liegen. Denn dies holen sich die Regenwürmer in den Boden und sie geben mir den besten Dünger durch ihren Wurmhumus. Auch durchlüften sie mit ihrem Rohren den Boden.
    -sollte noch was liegen bleiben, ist es beim nächsten Mal mit zerkleinert
    – dann kalke ich im zeitigen Frühling mit Gartenkalk und dann etwa zweimal im Jahr mit sehr wenig Volldünger

    ich brauche nicht vertikulieren , wir haben kein Moos, sondern eine schöne grüne Rasenfläche in der auch Wildkräuter wachsen dürfen.
    Grüße von Frauke

    und einige Ecken am Holzplatz um die obstbäume mähe ich nur 1x im jahr, da dürfen auch Blumen für die Insekten Blühen

    • Gerhard Minsel Reply

      Hallo Frauke,
      danke für den Kommentar. Deine Tipps sind sehr aufschlußreich für den Sommer. Bedenken muss man auch, dass nicht jeder so einen Rasen hat, wie Du hier schilderst. Wie man am besten mit seinem Rasen umgeht, muss jeder selber herausfinden. Es sind und bleiben nur Tipps. Allerdings bezieht sich der Artikel auf die Vorbereitung des Rasens zum Überwintern.

      LG Gerhard

  2. Mario Reply

    Hallo Gerhard,
    vielen Dank für deine ausführlichen Tipps und die Erklärung zu den verschiedenen Düngern!
    Darauf muss ich beim nächsten Kauft achten!
    Freue mich auf weitere interessante Artikel von dir! 🙂

    Viele Grüße,
    Mario

  3. Helena Reply

    Hallo Gerhard,
    ich liebe dein Blog! Ich finde es ganz besonders Schön, dass du dir die Zeit nimmst einmal im Monat ein Artikel zu schreiben.

    Mach weiter so…

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