Die Haltung von Hühnern im eigenen Garten erfreut sich einer großen Beliebtheit – was aber, wenn der Garten sehr klein ist? Die verwandten Japanischen Legewachteln ähneln unseren Haushühnern und begnügen sich mit viel weniger Platz. Immerhin wiegen Legewachteln der mittleren und zu empfehlenden Gewichtsklasse auch gerade einmal rund 300 Gramm. Dafür legen sie bis über 200 Eier pro Jahr in der Hobbyhaltung.

 

Immerhin wiegen Legewachteln der mittleren und zu empfehlenden Gewichtsklasse auch gerade einmal rund 300 Gramm. Dafür legen sie bis über 200 Eier pro Jahr in der Hobbyhaltung.

Was benötigen Legewachteln?

 

- Sie wollen nie alleine und auch nicht mit zu vielen Hähnen leben. Fünf Legewachteln sollen es schon werden, und mehr als ein Hahn ist immer heikel. Diese vertragen sich untereinander nicht. Gut, dass Legewachteln an diesem Punkt anders als Haushühner sind: Sie fühlen sich ohne Hähne sogar wohler, da diese ein Stressfaktor sind.

- Die Grundfläche soll wenigstens 2 m² betragen und nicht mehr als maximal acht Wachteln beherbergen. Besser wäre mehr Grundfläche. Legewachteln freunden sich mit einer reinen Innenhaltung an. Für die Außenhaltung wäre eine zu drei Seiten geschützte Voliere geeignet. Es gibt auch weitere Möglichkeiten mit Schutzhütte und Auslauf. Legewachteln überstehen selbst frostige Temperaturen, solange sie Wasser und Futter haben.

- Hygienische Verhältnisse sind für Legewachteln sehr wichtig. Offensichtlich verschmutzte Stellen sollen genau wie die Wassertränke und der Futternapf täglich gereinigt werden. Je nach Einstreu und Situation ist diese wöchentlich oder bei Pinienrinde alle zwei Monate zu erneuern.

- Das Kraftfutter soll speziell auf Legewachteln ausgelegt sein. Der Nährstoffbedarf unterscheidet sich geringfügig von dem unserer Legehennen. Deswegen ist ein spezielles Wachtelfutter die bessere Wahl. Damit die Wachteln nicht selektieren, wäre ein Pellet-Futter zu empfehlen. Weiterhin benötigen Japanische Legewachteln immer frische Vitamine. Es soll deswegen täglich etwas Frischfutter wie Kräuterweide, Möhrengrün, geraspelte Möhre, Salat, Apfelschale oder auch Zweige von Obstbäumen geben.

 

Halten Legewachteln wirklich Frost aus?

 

Wer sich die kleinen Japanischen Legewachteln ansieht, wird kaum glauben, dass sie auch frostige Temperaturen mit unter -10° Celsius in einer geschützten Voliere überstehen. Wichtig ist, dass diese zu drei Seiten und nach oben geschlossen ist und die offene Seite nach Osten und nicht nach Westen zeigt. Für den Schutz eignen sich Doppelstegplatten, wie sie für Gewächshäuser verwendet werden.

Wichtig bleibt, dass die Legewachteln immer über flüssiges Wasser verfügen. Hier empfehlen sich Tränkenwärmer mit Akkubetrieb. Da sich keiner auf solch eine Technik verlassen darf, sind mehrere Kontrollgänge bei Frostwetter wichtig.

Außerdem ist der Energiebedarf der Wachteln bei Frost höher – der Fettanteil im Futter sollte deswegen etwas höher liegen.

Wie auch in jedem anderen Wachtelstall benötigen Japanische Legewachteln Verstecke. Das können kleine Häuser aus dem Handel sein oder querstehende Zweige von Nadelgehölzen. Außerdem gehört zur artgerechten Wachtelhaltung das Sandbad mit trockenem Sand. Dieses dient der Gefiederpflege und dem Wohlbefinden.

Das Wesen der Legewachteln

 

Japanische Legewachteln zählen zu den Erdwachteln und zu den Hühnervögeln. Zu diesen gehören auch unsere Haushühner, die zu den Kammhühnern zählen. Es gibt also deutliche Parallelen zwischen den Legewachteln und unseren Haushühnern – es gibt auch Unterschiede. Japanische Legewachteln ducken sich zwar am Boden und verstecken sich. Sie können aber aus dem Stand sehr kraftvoll abheben.

Wer seinen Wachtelstall öffnet, sollte sich ruhig verhalten und die Tür hinter sich zuziehen. Ein paar Metallteile und Magnete im Rahmen halten die Tür geschlossen. Im Gegensatz zu Hühnern sind Wachteln nicht standorttreu – wenn sie einmal weg sind, bleiben sie weg. Bei dem hohen Futterbedarf haben sie in freier Natur kaum eine Chance.

 Legewachteln sind leiser, als unsere Haushühner und benötigen deutlich weniger Platz. Sie eignen sich für die reine Innenhaltung, benötigen dann aber eine UV-Lampe für Geflügelställe, damit sie genug Vitamin D bilden.

Es beeindruckt, dass Legehennen teils schon mit 18 Wochen die ersten Eier legen. Bei Legewachteln ist mit ersten Eiern bereits nach 7 Wochen zu rechnen. Ihre Lebenserwartung liegt aber nicht bei 7, sondern bei knapp 4 Jahren.

Auch Legewachteln lassen im Alter nach. Wer eine größere Gruppe bildet, kann jedes Jahr junge Legewachteln dazusetzen. Solange diese vom gleichen Farbschlag sind, werden sie fast immer problemlos akzeptiert.

Wenn es um das Futter geht, werden auch Legewachteln sehr schnell futterzahm und gewöhnen sich an ihren Halter. Es handelt sich um schöne Tiere zur Beobachtung, die mit einer sehr hohen Legeleistung punkten. Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder begeistern sich für die produktiven Eierleger.

 

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