Knollenbegonien – Wissenswertes zur Pflege, Vermehrung und Überwinterung

​Die Knollenbegonie gehört zur Familie der Schiefblattgewächse

​Die Knollenbegonie (Begoniaceae) gedeiht sowohl innen als auch im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon sehr gut. Zu den beliebtesten Arten gehören die Hängebegonien (Begonia tuberhybrida pendula), die für den Außenbereich gezüchtet werden und die oft nach Zitrusfrucht riechenden Duftbegonien (Begonia tuberhybrida pendula odorata), die häufig im Innenbereich kultiviert werden. Ihre Pflege, Vermehrung und Überwinterung gestaltet sich relativ unkompliziert. Um eine dauerhafte Blühfreudigkeit zu erreichen, gibt es dennoch einige Dinge zu beachten.

​Knollenbegonien - Pflege für eine lange Blüte

​Die Knollenbegonie ist eine Hybridpflanze der ursprünglich aus der Andenregion kommenden Begonie. Nur die Art Begonia grandis kommt ursprünglich aus Asien. Da sie somit vornehmlich in tropischen und subtropischen Gegenden zuhause ist, liebt sie halb- bis vollschattige, zugluftarme Plätze. Sonnige Standorte sind eher zu vermeiden, da sich schnell Fäulnispilze einnisten können.


Knollenbegonie-Hängend

​Knollenbegonie - Hängend - In Blüte

​Richtig Gießen 

​Wie alle Tropenpflanzen genießt auch die Begonia tuberhybrida eine stetig feuchte, aber nicht zu nasse Erde.

​Staunässe mag sie überhaupt nicht

​Das ideale Substrat sollte demnach locker, frisch und nährstoffreich sein, am besten mit einer Drainageschicht aus Kies. Vor allem in Balkonkästen oder Kübeln bietet sich eine solche Drainageschicht an, da sich hier das Gießwasser schnell stauen kann. Zudem sollte das direkte Gießen auf die Knollen vermieden werden, da diese sonst faulen oder sich auch hier Fäulnispilze bilden können.

​Pflanzabstand

​Wer seine hübschen Begonien im Garten auspflanzen möchte, sollte auf den richtigen Pflanzabstand achten. Wichtig ist ein Mindestabstand von 20 cm bei kleineren und 40 cm bei größeren Arten einzuhalten. Dieser gilt auch für Kübel auf dem Balkon.

​Knollenbegonien in Gesellschaft mit anderen Pflanzen

​Knollenbegonien lassen sich hervorragend vergesellschaften. Durch ihre teilweise sehr interessanten gemusterten Blätter und ihren großen oftmals reich gefüllten Blüten bilden sie zusammen mit Farnen und anderen Schattenpflanzen ein äußerst hübsches Ensemble im Garten oder auf der Terrasse. Auch mit anderen Blühpflanzen, wie zum Beispiel Fuchsien, gedeihen sie beispielsweise ausgezeichnet in Hängeampeln.

​Düngen - Ungeziefer & Krankheiten

​Für eine lange Blüte ist eine Düngung mit einem Flüssigdünger alle 14 Tage empfehlenswert. Den Dünger dabei am besten mit dem Gießwasser mischen.

Sollten die Schönheiten dennoch einmal mit Fäulnispilzen befallen sein, so hilft hier eigentlich nur die Entfernung befallener Pflanzen. Bei Mehltau sollten die kranken Blätter und Blüten entfernt werden. Dickmaulrüssler können durch ihre Größe schnell erkannt und abgelesen werden. Blattläuse und Fransenflügler können entsprechend chemisch oder auch mit Hausmitteln vertrieben werden.

​Vermehrung der schönsten Knollenbegonien

Knollenbegonien lassen sich einfach durch Teilung der Knollen oder durch Samen ziehen.
Bei der Teilung ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Knollen mit einem sauberen Schneidewerkzeug nach dem Austrieb getrennt werden.

Jede getrennte Knolle sollte dabei ein Auge besitzen. Die Schnittstellen können dann nach dem Abtrocknen mit etwas Holzkohlepulver behandelt werden. Die geteilten Knollen anschließend wieder in Töpfe mit der bauchigen Seite nach unten pflanzen und gut angießen. Die Knollen dabei nur bis zur Hälfte mit Erde bedecken.

Knollenbegonie-Triebe

Knollenbegonie - Neuer Austrieb

​Die Vermehrung durch Samen beginnt bereits im Dezember an einem sehr hellen Standort. Als Substrat sollte eine humusreiche Anzuchterde gewählt werden, die relativ locker in ihrer Struktur ist. Am besten diese bereits vor der Aussaat befeuchten. Die Samen dann anschließend auf die Erde aussäen und leicht andrücken.

Da sie Lichtkeimer sind, nicht mit Erde bedecken!​

Stets auf eine ausreichende Feuchtigkeit achten und nie die Erde austrocknen lassen. Die Samen keimen bei sehr hellen Lichtverhältnissen und können dann bei konstanten 15 bis 17 Grad pikiert werden.
Für eine reiche Blüte sollten die Spitzen der ersten frischen Triebe abgeschnitten werden. Dies lässt zwar die Begonia tuberhybrida später blühen, aber dafür umso reichhaltiger.

​Die richtige Überwinterung

​Die Überwinterung der Knollenbegonie gestaltet sich problemlos. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass die Knollen im Herbst nach dem Einstellen des Gießens und dem Eintrocknen aller Pflanzenteile ausgegraben werden. Diese werden vor dem Umzug ins Winterquartier auf Schädlinge und Krankheiten untersucht. Erst danach kommen sie an einen dunklen, frostfreien und trockenen Standort. Hier werden sie bei rund fünf bis sieben Grad in einem sandigen Substrat gelagert.

​Weitere Tipps zum Überwintern von Knollenbegonien findet man auf Gartenbista.de

Meine Tipps und Infos bekommst du ständig auch hier:

Es​ wird Zeit für deine Frühjahrsbestellung! Für kurze Zeit mit Frühbucher-Rabatt bei:

​Ich denke, dass du jetzt über Knollenbegonien alles weißt, was wichtig ist. Möchtest du noch etwas Wissenswertes hinzufügen, dann schreibe es in das Kommentarfeld. Ich würde mich freuen, wenn du den Artikel auch über die Button teilst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.