Hochbeete können …

… eine klassische Variante der höher gelegten normalen Gartenbeete sein, die mit Gartenerde befüllt werden. Befüllt man sie im Schichtaufbau mit verrottbaren Material, ähnlich wie beim Kompost, spricht man von einer Variante eines Hügelbeetes.

Beide Varianten erfüllen aber einige wichtige Merkmale

Die Gartenarbeit wird leichter durch die gesunde Haltung. Ein ständiges Bücken oder Knien auf feuchter Gartenarbeit fällt weg. Weniger Unkraut, da der Samenflug der meisten Unkräuter kurz über den Boden geschieht. Durch die Verrottung bei einem schichtweisen Aufbau entsteht zusätzliche Wärme, welche ein schnelleres Wachstum der Pflanzen in Bewegung bringt.
Bringt man noch eine Abdeckung an, so kann ein Hochbeet gleich noch als Frühbeet genutzt werden.

Hochbeete – Fast in jeden Bereich einsetzbar

Viel genutzt werden Hochbeete in städtischen Gebieten, weil sie nicht unbedingt viel Platz brauchen und schon gar nicht eine große Fläche, um damit einen kleinen Garten anzulegen. Auch spielt der vorhandene Boden keine Rolle. Er muss nicht unbedingt einem Gartenboden gleichen. Sie können somit in Hinterhöfen, auf Terrassen oder auf breiten Wegen als Wegteiler aufgestellt werden. Durch die Bauweise der verschiedenen Formen kann man sie sogar auf Balkonen stellen.

Hochbeete bieten Schutz vor Bodenfrost und man kann sie nach den Bedürfnissen der Pflanzen an dem geeigneten Standort aufstellen, sowie das Pflanzsubstrat gezielt zusammen stellen.

Hochbeete bepflanzen – Womit?

Bis auf wenige Ausnahmen kann man ein Hochbeete mit Gemüsepflanzen, Obstpflanzen, Blumen bis zu Kräuterpflanzen aller Art bepflanzen. Manche Arten bringen sehr gute Erträge, andere wiederum nicht. Bevor ich da später noch einmal darauf eingehe, muss man sich erst die Fragen stellen:

Was möchte ich in einem Hochbeet pflanzen, denn der Platz ist ja nicht riesig groß.
Habe ich auch genug Material zum Befüllen.
Wie viel Platz habe ich für ein oder mehrere Hochbeete und kaufe oder baue ich ein Hochbeet selber.

Letzteres wird wahrscheinlich immer dann aktuell, wenn die fertigen Hochbeete nicht die richtigen Maße für die Stellfläche besitzen oder du als Heimwerker sowieso alles selber baust. Eine genaue Anleitung für Material und Bau von Hochbeeten kannst du hier in meinem „Garten Komplettpaket“ bekommen.

Anleitung zum Selbstbau und Bepflanzung eines Hochbeete

Das Material zum Befüllen der Hochbeete gewinnt man aus einem vorher angelegten Komposthaufen. Dabei spielt es keine Rolle ob er als offener Komposthaufen angelegt wurde oder in einem Komposter aus dem Fachhandel entstanden ist.

Wichtig ist nur, dass er nicht ungesiebt und zu frisch ist. Für den Anbau im Hochbeet sollte man auf mineralische Dünger verzichten. Diese sogenannten Fertigdüngemittel versprechen viel, aber halten wenig. Sie sind auf chemischer Basis erstellt worden und schaden der Pilzflora im Boden.

Eine gute Fruchtfolge und Mischkultur ist sinnvoller

Sehr zu empfehlen ist eine variable Abdeckung. Durch so eine Abdeckung wird bei regenreichen Wochen Staunässe verhindert und ein Eindringen von unerwünschten Insekten und Schädlingen verhindert. Ein weiterer Effekt ist eine Beschleunigung der Reifezeit.
Für eine genaue Anleitung zum Bau der Abdeckung im „Planwagen-Effekt“ empfehle ich dir den Kauf meines „Gartenfreunde Komplettpakets“ für einen augenblicklichen Sonderpreis.

Hochbeete – Pflanzfolgen

In Hochbeeten ist natürlich auch der Nährstoffgehalt irgendwann aufgebraucht. Die Folge wäre ein Austausch der Erde. Damit man das nicht jedes Jahr machen muss, sollte man eine Fruchtfolge planen. Vorzugsweise beginnt man im ersten Jahr mit „Starkzehrern“. Die Vorbereitung werden schon im Herbst zuvor getroffen. Die Befüllung sollte aus einem Gemisch von Erde und frisch gesiebten Kompost bestehen, damit sie über Winter ruhen kann.

Beispiel zum Anpflanzen für Gemüse und Obst

Nach einer Auflockerung im Frühjahr werden dann die Starkzehrer gepflanzt. Dazu zählen alle Kohlsorten, sowie Gurken, Wirsing, Sellerie, Lauch, Zucchini und Kürbis.
Im folgenden Jahr wird die Oberfläche der Erde im Hochbeet mit frischem Kompost neu aufgedüngt und man kann dann die „Mittelzehrer“ einpflanzen.
Dazu zählen Möhren, Radieschen, Kohlrabi usw.
Im dritten Jahr werden nach einer Aufdüngung Hülsenfrüchte, Kräuter und Duftpflanzen als „Schwachzehrer“ eingesetzt.

Sind alle Schwachzehrer geerntet, nutzt man das Hochbeet im vierten Jahr mit der Gründüngung. Diese Pflanzen aktivieren das Bodenleben, schützen den Boden vor Austrocknung und Nährstoffverlusten. Durch die blühenden Pflanzen stellt man Bienen und Hummeln auch noch eine perfekte Weide zur Verfügung. Sie können nach dem Verblühen in die Erde eingearbeitet werden und erhöhen den Humusgehalt.

Der Ort für Bienen und Insekten durch Gründüngung

Um jetzt die gesamte Palette von „Starkzehrern“ bis zum Blumenbeet als Gründünger jedes Jahr zu haben, würde heißen, dass man vier Hochbeete braucht. Die geschilderten Fruchtfolgen wandern so von Beet zu Beet und ständig im Kreis.
Da das in vielen Fällen aus Platzmangel nicht geht, muss man die Bepflanzung von Jahr zu Jahr ändern, um die Fruchtfolge einzuhalten und sich so einen ständigen Austausch der Erde im Hochbeet zu ersparen.

Natürlich kann man auch Hochbeete nur für spezielle Zwecke nutzen. Zum Beispiel für Obst, wenn man keinen Garten besitzt. Oder für Küchenkräuter, damit man nicht überall kleine Töpfe mit Petersilie, Schnittlauch usw. herum stehen hat. Ein weiterer Vorteil bei Küchenkräutern aus dem Hochbeet ist, dass sie im Geschmack viel intensiver als gekaufte Küchenkräuter sind.

Was man da beachten muss, sage ich dir dann im kommenden Teil.

Alle weiterführende Links im Überblick:

Hochbeet
Gründüngung
Komposthaufen
Gartenfreunde Komplettpaket
Küchenkräuter

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