Was hat das mit dem Garten zu tun? Mit dem Garten eigentlich nicht viel. Aber mit dem Rasen, falls Sie sich eine kleine Fläche angelegt haben. Sei es für den Liegestuhl oder für Tisch und Stühle oder anderes.

So geheimnisvoll wie es klingt ist es nicht. Es sind Pilze die im Rasen in einem Ring wachsen. Zunächst bilden sie ein unterirdisches Geflecht, genannt Myzel. Dieses breitet sich von einem Anfangspunkt ausgehend nach allen Seiten hin aus und bedeckt so eine wachsene, fast kreisförmige Fläche.

Am Ende des Kreises erscheinen irgendwann oberirdisch die Pilzkörper. Sie sondern Sporen ab, die der Vermehrung dienen. Wenn der Pilz nicht mehr genug organische Substanz zum Verwerten hat, stirbt das Myzel in der Mitte ab. Spätestens dann erkennen wir den Schaden. Aber es kommt noch schlimmer. Es gibt verschiedene Pilzarten, die Hexenringe bilden. Manche sondern wasserabweisende Stoffe ab und lassen so im Hexenring den Rasen regelrecht vertrocknen. Wäre ja auch zu schön, wenn es einfach wäre.

Und was kann man dagegen machen?

Dazu muß man wissen, daß Hexenringe am häufigsten in magerer, sandiger Erde vorkommen. Wer also in seinem Garten eine Fläche hat, die nicht sehr Humushaltig ist und denkt, da mache ich eine Rasenfläche draus weil kein Ertrag von Gemüse zu erhoffen ist, hat die besten Voraussetzungen für die Pilze geschaffen. Um den Hexenring zu bekämpfen, falls die Rasenfläche schon angelegt ist, müssen folgende Maßnahmen durchgeführt werden.

Eine schlecht durchlüftete obere Bodenschicht und viel toter Rasenfilz fördert die Entstehung der Pilze. Um dem vorzubeugen, vertikutiert man im Frühling den Rasen bevor der Pilz sich verbreiten kann und düngt ihn ein- bis zweimal im Jahr mit handelsüblichen Rasendünger. Im Herbst streut man speziellen Rasen-Herbstdünger aus, der viel Kalium enthält. Wir erinnern uns, Pilze mögen mageren, sandigen Boden und der ist auch arm an Kalium.

Ist der Zustand des Rasens nun schon soweit fortgeschritten und die Hexenringe schon da, muß man folgendes machen. In dem betroffenden Rasenbereich wird im Früjahr und im Herbst die Fläche gelockert. Dazu nimmt man die Grabegabel nicht den Spaten, stechen sie tief in den Boden und heben die Grasnarbe leicht an. Dadurch zerreißt das unterirdische Pilzgeflecht. Eine schweißtreibene Arbeit, je nach Größe der Rasenfläche und Anzahl der Hexenringe. Je gewissenhafter man das macht, um so schneller der Erfog. Danach wässert man den Boden durchdringend und hält ihn ein- bis zwei Wochen sehr sehr naß.

Im kommenden Frühjahr muß dann unbedingt mit den vorbeugenden Maßnahmen begonnen werden, wie vorher beschrieben. Vertikutieren und düngen, sonst war alle Mühe umsonst. Auch wer noch keine Hexenringe im Rasen hat, sollte mindest einmal im Jahr, am besten im Frühjahr, vertikutieren. Zusätzliches Düngen im Frühjahr und im Herbst und das Entfernen des Rasenfilzes fördert den Wuchs des Rasens.

 

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