Pflanzen vor Ort oder beim Versandhandel kaufen?

Diese Frage kann wahrscheinlich keiner mit einem eindeutigen „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Zu dem Thema gibt es viele unterschiedliche Meinungen. Ich glaube, dass man da etwas flexibel sein muss. Denn im nächsten Gartencenter oder Gärtnerei bekommt man nicht immer, was man gern an Pflanzen, Sämereien, Zwiebeln, Knollen usw. im Garten einpflanzen, setzen oder stecken möchte.

Hinzu kommt, dass man gerade in Gartencentern nicht immer die Ware in der Qualität bekommt, die auf den Verpackungen drauf steht. Wie in dem Beispiel der „Schneeglöckchen“ nachzulesen ist.

Leider setzt sich auch immer mehr die „Schnäppchen-Ware“ für Blumen und Pflanzen durch. Und da kann es oft zu Ausfällen kommen. Bedingt durch die Aufzucht in der Erde mit völlig anderen Zusammensetzungen als in der heimischen Gartenerde.
Immer häufiger sind neuerdings billig verkaufte Zimmerblumen mit Schädlingen befallen, die sich dann ganz schnell auf die noch gesunden Zimmerblumen ausbreiten können.

Denn nach wie vor gilt die Regel: Gute Ware hat seinen Preis.

Zu Ausfällen kann es natürlich auch bei bestellter Ware aus den Internet-Gärtnereien kommen. Vorteil dieses Versandhandels ist die große Auswahl pro Jahreszeit. Natürlich sollte man durch Vergleich die richtige Gärtnerei für sich gefunden haben. Denn über Qualität lässt sich bekanntlich streiten.

Jahrelang bestelle ich deshalb hier bei:


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Dazu gehört das Preisleistungs-Verhältnis. Entspricht die gelieferte Ware dem was im Katalog zu sehen war und wie wird sie geliefert. Wie wird mit einer Reklamation umgegangen und wie ist der Kundenservice.

Sehr gute Gärtnereien mit jahrelanger Erfahrung senden die deine bestellte Ware nicht dann wenn du sie bestellt hast, sondern exakt zu dem geeigneten Pflanztermin im Jahr.

Pflanzen-und Pflegehinweise werden oft nicht beachtet

Viele machen den Fehler und packen ihre bestellte Warte nicht gleich aus. Dabei vergessen sie, dass die Ware schon mindestens 2-3 Tage unterwegs ist. Trotz guter Verpackung sollte das immer gleich geschehen, denn auch Pflanzen lieben das Licht.

Insbesondere wichtig ist das für die Herbstbestellung, wo meistens Blumenzwiebeln, Pflanzen, Knollen und auch teilweise Sämereien für das kommende Frühjahr bestellt werden.
Diese sogenannte lebende Ware sollte sich nicht selbst überlassen werden. Oft werden Anweisungen, Pflanztipps oder Besonderheiten bezüglich der Lagerung als Merkzettel beigelegt.

Wir Menschen neigen oft und gern dazu, die Schuld dem Hersteller zu geben, wenn die bestellte Ware nicht anwächst oder der Samen nicht aufgeht. Manchmal liegt es aber auch an uns selbst, weil wir aus Zeitmangel oder Vergesslichkeit die beigelegten Ratschläge nicht beachtet haben.

♦ Damit es im folgenden Jahr bessere Ergebnisse gibt, hier einige Tipps und Anleitungen für Pflanzen, Blumen & Co.

Pflanzen- und Pflegetipps aus Opa´s Gartenzeit

Sämereien – können …

… nur dann ihre Keimkraft beibehalten, wenn sie sachgemäß bis zu ihrer Aussaat gelagert werden. Hat man nicht die Möglichkeit sie kühl und trocken aufzubewahren, dann sollten sie in fest verschließbaren Behältern gelagert werden.
Das gilt auch bei der Frühjahrsbestellung. Werden die Tüten achtlos in Lauben oder Schuppen gelagert, können sie durch hohe Luftfeuchtigkeit klamm werden. Die Keimkraft geht dabei erheblich verloren.
Spezielle aufgedruckte Hinweise auf den Tüten sind unbedingt zu beachten.

Steckzwiebeln – und …

… Schalotten steckt man im März/April. Der Reihenabstand sollte 25 cm betragen. Alle 10 cm innerhalb der Reihe werden sie nur so tief gesteckt, dass der Zwiebelhals noch zu sehen ist.
Ratsam ist das Abdecken mit engmaschigen Netzen, damit sie nicht von Vögeln herausgezogen werden.

Verwende nur Beete auf denen mindestens 2 – 3 Jahre keine Zwiebeln gestanden haben.

Kommst du nicht gleich zum Auspflanzen, dann sollte die Lagerung im warmen Raum bei 20° erfolgen. So verhinderst du das „Schießen“.

Zwiebel

Knoblauch – wird …

… zu der gleiche Zeit und mit den gleichen Maßen in der Reihe und dem Reihenabstand gesteckt oder notfalls gelagert wie eben beschrieben.
Es wird aber nicht die ganze Knoblauchknolle gesteckt, sondern die einzelnen Zehen. Du musst deshalb die Knollen vor dem Pflanzen teilen.

Meerrettich – wird bei …

… frostfreien Wetter etwa Februar/März gepflanzt. Die „Fechser“, so der Name der Jungpflanzen, werden in Reihenabständen von 60 cm und in Pflanzabständen von 20 – 30 cm fast flach ausgelegt.

Im Juni/Juli/August werden sie vorsichtig frei gelegt. Die neugebildeten Seitenwurzeln werden, vom dickeren Ende aus gesehen, bis auf ein paar wenige mit einem Lappen abgerieben. Starke Seitenwurzeln mit einem scharfen Messer entfernt. Anschließend wird die Pflanze mit Erde bedeckt und gut gegossen.
Im November/Dezember kann man dann eine gut entwickelte Meerrettichstange ernten.

Diese aufwendige Arbeit dient auch dazu, dass sich der Meerrettich nicht ungehindert im Garten ausbreitet.

Dahlien – sind …

… frostempfindliche Knollengewächse. Sie müssen deshalb kühl und trocken über Winter gelagert werden. Schon nach dem ersten Frost werden die oberirdischen Teile abgeschnitten. Nach dem Ausgraben sind sie von anhaftender Erde zu befreien.

Aufbewahrt werden sie in einer Kiste, in der sie mit leicht angefeuchteten Sand oder Erde bedeckt werden. Auch wenn sie schon vor dem Pflanzen im Mai austreiben, macht das gar nichts. Die Triebe werden dann einfach gekürzt.
Die Pflanzabstände sollten zwischen 50 – 100 cm sein, je nach Wuchshöhe. Die Tiefe richtet sich nach der Knollengröße.
Immer so tief einsetzen, dass der Stengelansatz noch mit Erde bedeckt ist.

Gladiolen – sind ebenfalls …

… frostempfindlich. Nach dem ersten Frost werden sie aus dem Boden genommen, um sie dann an einem frostsicheren Ort solange aufzubewahren, bis noch vorhandene Blätter getrocknet sind. Erst dann werden sie für das Winterquartier vorbereitet. Dieses sollte frostfrei, trocken und luftig sein.

Nach dem restlosen Abtrocknen der Blätter, werden sie kurz über der Knolle angeschnitten und abgestorbene Wurzelteile entfernt. Die sich gebildeten Brutknöllchen werden erst im kommenden Frühjahr vor dem Pflanzen abgetrennt.

Gepflanzt werden sie erst nach dem letzten Frost, wenn der Boden frostfrei ist. Meistens ab April. Der Boden für den Pflanzort soll gut gelockert, sonnig und windgeschützt sein. Im Sommer darf er nicht austrocknen. Ein Abdecken mit Rindenmulch schützt vor dem Verlust der Feuchtigkeit. Die Pflanztiefe liegt zwischen 10 – 15 cm.

Werden sie zu flach gepflanzt – kann es leicht zu Windbruch kommen.

Die Pflanzabstände liegen zwischen 15 – 20 cm, wenn du keine Pflanzschalen verwendest. In den Pflanzschalen beträgt der Abstand zwischen zwei Knollen ungefähr den Durchmesser einer Knolle.

Wichtig ist auch das richtige Schneiden der Gladiolen, damit sich die neu gebildete Knolle für das nächste Jahr gut entwickeln kann.
Geschnitten wird der Stengel schräg nach unten und – wenn die unterste Knospe gerade aufbrechen will. Dabei sollten 2 – 3 Blätter an der Pflanze bleiben, um Nährstoffe zu sammeln.

Knollenbegonien – werden nach …

… den ersten Frösten für die Überwinterung vorbereitet. Die oberirdischen Teile werden abgeschnitten. Vorsichtig entfernt man anschließend restliche Wurzeln und Erde. Zur Lagerung im Keller werden sie mit trockenen Sägespänen oder Torfmull abgedeckt.

knollenbegonien

Willst du sie im nächsten Jahr vortreiben, dann lege sie in ein mit Torfmull oder lockerer Komposterde gefüllten Behälter. Der wird in ein warmes Zimmer gestellt und die Erde feucht gehalten. Nach dem Austrieb brauchen die Knollenbegonien aber einen hellen Platz, damit die Triebe kurz und gedrungen bleiben.

Erst im Mai kann man sie ins Freiland, in Blumenkästen oder auch in Blumentöpfe pflanzen und – sie lieben einen halbschattigen Standort.

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Natürlich waren das nur ein paar der wichtigsten Tipps. Im nächsten Teil geht es weiter mit Stauden und Gehölzen. Melde dich gleich an, hole dir dein Geschenk und du bekommst dann sofort Nachricht, wann er veröffentlicht wurde. Natürlich freue ich mich über jeden Kommentar und wenn du den Artikel teilst.

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