Unsere Haustiere sollen sich wohlfühlen und gesund bleiben. Deswegen ist die artgerechte Haltung ein berechtigtes Thema. Für jede Tierart zählt die richtige Fütterung zu den wichtigsten Punkten. Und sehr viele Tierarten benötigen möglichst täglich frisches Grünfutter. Sie benötigen Wiesengras, einige Kräuter und etwas Gemüse wie Salat, Fenchel oder Möhren. Auch Zweige von Obstbäumen oder Haselnuss sind gern gesehen. Dieses Frischfutter hält unsere Tiere gesund und glücklich, es lässt sich zu einem gewissen Teil im Kleingarten anbauen.

Haustiere, die frisches Grünfutter benötigen:

- Kaninchen

- Meerschweinchen

- Mäuse

- Ratten

- Hamster

- Schildkröten

- Wellensittiche

- Ziervögel ganz allgemein

- Wirtschaftsgeflügel

 

 

Sicherlich fressen Hamster, Mäuse oder Wellensittiche nur ein paar Halme. Aber auch die müssen von irgendwo herkommen.

Zwei Wellensittiche

Welche Pflanzen eignen sich für unsere Kleintiere und lassen sich gut anbauen?

 

Einige Vorschläge für Gemüse:

- Möhren (Möhrengrün und Möhren)

- Fenchel (das Grün und die Knolle)

- Blattgemüse wie Chicorée, Feldsalat, Kopfsalat

- im Sommer Gurke

- im Winter geschälte Schwarzwurzel, Steckrübe

 

Einige Vorschläge für Kräuter:

- Rosmarin

- Salbei

- Petersilie (das Grün und auch die Wurzeln)

- Dill

- Thymian

- Oregano

- Minze

- Löwenzahn

- Brennnessel (vorher trocknen)

- Kamille

- Giersch

Die richtige Strategie für den Anbau

 

Gerade für Meerschweinchen und Kaninchen, aber auch für Geflügel gehen größere Mengen an Frischfutter durch, welches es das ganze Jahr geben soll. Im Idealfall geht es deswegen im Frühjahr mit schnell wachsenden Gemüsesorten wie Mairübchen, Salat, Mangold, Fenchel, Kerbel oder Gurken bereits los.

 

Einige Gemüse und Kräuter können auch zeitversetzt gesät werden, um mehrfach im Jahr den perfekten Erntezeitpunkt zu haben. Dort, wo das Frühgemüse stand, kann neu gesät werden, um hier die Ernte für den Herbst zu erzielen. Und dort, wo das Sommergemüse stand, lässt sich das Wintergemüse aussäen und anpflanzen. Gerade frostharte Salate wie Feldsalat, Zuckerhut oder Chicorée verlängern das Jahr. Aber auch Schwarzwurzeln, Steckrüben oder Knollensellerie können lange stehenbleiben.

Gemüse

Zu beachten bleibt noch der Nährstoffbedarf der einzelnen Kulturen. Während das meiste Gemüse Nährstoffe gut verträgt oder sogar braucht, sind viele Kräuter sehr empfindlich. Kräuter wären deswegen in einer Kräuterspirale oder einem eigenen Kräuterbeet zu kultivieren. Es gibt aber auch Kräuter wie die Petersilie, die einen mittleren bis hohen Bedarf an Nährstoffen hat.

 

Der beste Tipp lautet: „Ausprobieren und besser machen.“ Es gibt immer Kulturen, denen der Bodengrund, die Lage oder sonst etwas nicht passt, die sich einfach nicht entwickeln wollen. Diese lassen sich immer noch gegen andere Kulturen austauschen. Ein klassisches Beispiel sind die Nacktschnecken. Immer dort, wo diese sich besonders wohlfühlen, wird der grüne Salat nicht mehr zu retten sein. Rotlaubigen Salat oder auch Fenchel, Sellerie, Petersilie, Feldsalat und Rucola werden meistens gemieden.

Wer das anbaut, was ihm gut gelingt, hat immer die beste Ernte. Es gilt wie so oft, dass aus der eigenen Erfahrung über die Jahre hinweg gelernt wird.

Kleintiere richtig füttern

Solange unsere Kleintiere nur ihr Fertigfutter und trocken Heu erhalten, sind sie frisches Futter nicht gewohnt. Sie müssen deswegen zuerst langsam mit kleinen Mengen angefüttert werden. Teils müssen sich Bakterienstämme im Darm erst ansiedeln oder vergrößern, damit die Verdauung die großen Mengen an Frischfutter gut bewältigt.

Demnach sind auch die meisten Kohlsorten für Kaninchen und Meerschweinchen geeignet, wenn diese sich einmal an dieses Futter gewöhnen konnten. Ansonsten kann es zu sehr schweren Verdauungsproblemen kommen.

 

 

 

Obst und Gemüse

Zuerst sollen sich unsere Kleintiere an frisches Futter gewöhnen. Dann müssen sie sich aber auch an neue Futterpflanzen gewöhnen dürfen. Auch hier ist es perfekt, wenn wir in unseren Gärten nach und nach ernten.

 

Brauchen auch Kleinnager Frischfutter?

 

Wenn es um Mäuse und Hamster geht, dann sind das doch Körnerfresser. Das gleiche gilt für Wellensittiche und viele andere Ziervögel. Benötigen diese wirklich frisches Futter aus dem Garten? Ja, sie benötigen dieses für die Vitamine und zur Abwechslung. Sicherlich werden Mäuse und Hamster den Großteil ihres Bedarfs mit trockenem Futter decken. Sie benötigen deswegen nur sehr kleine Mengen. Im Endeffekt wird ein großer Blumenkasten mit ein paar Kräutern bereits genügen.

Für Hamster sind neben ein paar grünen Halmen sogar noch getrocknete Futterinsekten sehr wichtig, die deswegen in einem guten Hamsterfutter enthalten sind. Unsere Hamster sind nämlich keine Veganer, sie fressen in freier Natur auch Insekten.

Während Hamster wegen der Diabetesgefahr höchstens kleine Mengen Obst erhalten, ist dieses für viele Ziervögel wie Papageienartige wiederum sehr wichtig. In freier Natur gehört Obst zu ihren Grundnahrungsmitteln. Für Wellensittiche, die aus Australien stammen, genügen kleine Mengen. Für andere Papageien ist es hingegen wichtig, dass sie neben dem Grünfutter auch Obst wie Weinbeeren, Apfelstücke oder Pflaumen erhalten.

Bei all den allgemeinen Tipps ist es deswegen angeraten, sich zur richtigen Ernährung der eigenen Tierart einzulesen und sich einen Futterplan für den Alltag zu erstellen. Und ein Teil des Futters lässt sich im eigenen Garten bereits anbauen, um Kosten und ständige Einkäufe zu vermeiden.

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