Für einen Kleingartenbesitzer regnet es nie genug, zu viel oder zum falschen Zeitpunkt. Jedenfalls steht eins fest: Es muß stets gegossen werden.
Das kann man mit dem Gartenschlauch, der Gießkanne oder – am bequemsten –
mit einem Regner.

Wann und wie oft sollte man gießen? Hier gehen die Meinungen auseinander.
Viele vertreten das Morgen – Abend – Prinzip. Das bedeutet nichts anderes, daß man nur morgens und abends und mit abgestandenem Wasser aus der Regentonne gießen soll.
Was macht man aber nun, wenn an heißen Sommertagen der Wasserbedarf so hoch ist, daß die Regentonne nicht mehr ausreicht?

Ich sehe das nicht so eng und bin bisher damit gut gefahren. Wenn Pflanzen anfangen die Blätter hängen zu lassen oder gar welken, brauchen sie nun mal Wasser. Daher ist es egal, zu welcher Tageszeit gegossen wird.

Man sollte nur ein paar Ratschläge beachten.

– In der Tageshitze nur die Wurzeln bewässern und möglichst nicht die Blätter
benetzen, wenn im Gießwasser Dünger ist. Das vertragen die Blätter selten. Das Wasser verdunstet und der Dünger bleibt über. Verbrennungen auf den Blättern sind die Folge.

– Das inzwischen kostbar gewordene abgestandene Wasser bei wenig Regen, nutzt man lieber für empfindliche Zimmerpflanzen.

– Abends dann kräftig und durchdringend mit dem Gartenschlauch oder dem Regner nachwässern. Dadurch gelangt das Wasser in die tiefer gelegenen
Bodenschichten und erreicht die Wurzeln besser und man spart sich die zusätzliche Gießerei am Tage. Wenn man dann noch eine Mulchschicht zwischen
den Pflanzen hat, verdunstet das Wasser nicht so schnell.

Wußten Sie das ?

– Ringelblumen halten lange in der Vase. Die Blüten sind essbar und eine interessante Tellerdekoration. Die abgezupften Zungenblütchen geben z.B. Salat den besonderen Pfiff.

This article has 6 comments

  1. Ruth Brökeland Reply

    Hallo Gerhard,

    Du bringst gute Tipps auf Deiner Seite und diese sieht wirklich sehr gut aus ! Gratuliere !
    Zum Thema gießen und Wasser auf den Blättern möchte ich eine Ergänzung oder besser meine Erfahrung abgeben: In meinem ersten Beruf war ich Baumschulerin (nicht Schülerin, das sind die Bäume…) und musste häufig bei trockenem und heißem Wetter auch tagsüber gießen und wässern, weil wir sonst bei dem großen Pflanzenbestand nicht alles geschafft hätten. Dabei wurde auch Überkopf gewässert, so dass also die Blätter nass waren. Dabei ist es niemals zu Verbrennungen gekommen. Ich vermute, es ist eher ein hartnäckiger Mythos, der sich da hält. Nämlich dass Wassertropfen auf Pflanzenblättern wie Brenngläser wirken. Es ist eher so, dass das Wasser recht schnell wieder verdunstet und damit die Tropfen auch schnell wieder verschwinden, und (!) dabei das Blatt durch die Verdunstungskälte kühlen ! Und das ist ein Effekt, den wir damit auch erreichen wollten. Wassersparend ist das natürlich nicht…. Anders verhält es sich, wenn das Gießwasser Flüssigdünger enthält und sich dieser dann durch die Wasserverdunstung irgendwann in hoher Konzentration als Düngersalz auf den Blättern befindet. Dann können die Blätter durchaus schaden nehmen. Ob dieser Schaden dann durch Brennglaswirkung entsteht, möchte ich auch in Frage stellen. Ich denke, dann wirkt eher die Osmose dafür, dass die Zellen austrocknen und geschädigt werden.
    Dir und allen Hobbygärtnern wünsche ich einen schönen Tag und ein gutes Gartenjahr!
    Sonnige Grüße, Ruth

    • Gerhard Reply

      Hallo Ruth,

      Danke für Deinen Kommentar. Du hast recht. Natürlich richtet das Gießen am Tage nur Schaden an, wenn das Wasser mit Dünger versetzt ist. Habe es geändert. Schön, daß ein Fachmann, besser Fachfrau, sich gemeldet hat.

      LG Gerhard

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