So langsam rückt die Ruhepause für unseren Garten heran. Wichtige Aufgaben im Gemüse- und Kräutergarten stehen bevor. Auch bei Beet-, Kübel- und Balkonpflanzen gibt es jetzt was zu tun, denn es ist Herbst.

Haben Sie sich mal Ihre Blumenkästen angesehen? Dann ist Ihnen bestimmt aufgefallen, daß das kräftige Blühen der Sommerblumen nachgelassen hat. Die Saison für Sommerblumen ist zu Ende. Wer nun noch bis zu Beginn des Winters weiterhin blühende Balkonpflanzen haben möchte, muß umpflanzen. Am besten geeignet sind Hornveilchen, herbstblühende Gräser und Stauden. Der Vorteil, man kann diese Pflanzen kurz vor Beginn des Frosts in den Garten übernehmen und muß sie nicht entsorgen wie die einjährigen Sommerblumen.

Wollen Sie sich aber diese Arbeiten nicht machen, bepflanzen Sie die Blumenkästen im nächsten Jahr mit Knollenbegonien. Es gibt verschiedenfarbige Begonien und auch in der Form und Größe kann man unterschiedliche Begonien erwerben. Sie blühen bei richtigem Standort und Pflege vom Frühjahr bis zum Herbst. Allerdigs sind sie Frostempfindlich. Man muß sie über Winter frostfrei und dunkel lagern. Am besten, so meine Erfahrung, in flachen Gefäßen die mit Zeitungspapier ausgelegt sind. Eine Schicht trockene Torferde einfüllen, dann die trockenen Knollen und das ganze wieder mit trockener Torferde bedecken.

Kübelpflanzen dürfen jetzt keinen Dünger mehr erhalten, damit sie sich auf die kommende Ruhepause einstellen können.

Sollten Sie Kräuter angepflanzt haben, ernten Sie die Samen rechtzeitig.  Sonst löst sich der Samen beim nächsten Wind und fällt auf die Erde, besonders bei Dill und Kümmel. Man nimmt die Dolden zwischen zwei Handflächen und indem man die Handflächen hin und her bewegt, als ob Sie einen Quirl bewegen, entfernt man den Samen aus den Dolden. Man sagt dazu „Rebbeln“. Anschließend an einem luftigen Standort trocknen, ab und zu die Samen bewegen, damit er überall trocknet. Ernten Sie auch jetzt den Estragon. Die gesäuberten und getrockneten Estragonzweige am besten in eine Flasche Branntweinessig geben und ca. vier Wochen ziehen lassen. Wenn Sie richtig viel Zweige in die Flasche bekommen, können Sie nach Verbrauch der Flüssigkeit die gleichen Zweige wiederum verwenden, indem Sie neuen Branntweinessig nachgießen. Ein sogenannter zweiter Aufguss.

Blumenzwiebeln sollten jetzt eingepflanzt werden. Nun weiß man ja, daß z.B. Tulpen im nächsten Jahr mit einer der ersten Blumen sind, die im Frühjahr blühen. Und auch genauso schnell verblüht sind. Um eine längere Blütenpracht zu erzielen, pflanzen Sie jetzt immer eine gewisse Anzahl von Tulpenzwiebeln in Abständen von ungefähr zehn Tagen. So zeitversetzt werden sie auch im nächsten Frühjahr blühen. Zum Pflanzen verwendet man am besten den

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Man kann damit die Tiefe bestimmen und ein kreisrundes Loch ausheben. Die ausgehobene Erde läßt sich nach dem Einlegen ganz einfach wieder in das Loch zurückfüllen. Tulpen sollten ungefähr eine Hand breit Abstand haben und ungefähr doppelt so tief wie die Zwiebel hoch ist, gepflanzt werden. Auch müssen sie nicht unbedingt mit der Spitze nach oben im Pflanzloch liegen. Sie können auch auf der Seite liegen. Die Zwiebeln richten sich ganz alleine auf, wenn sie wachsen. Daran kann man sehen, daß die Tulpenzwiebeln eine ungeheure Kraft entwickeln.

Der Nachteil ist bei Tulpenzwiebeln, daß sie mit der Zeit auch nach unten wachsen, wenn Sie die Zwiebel nicht jedes Jahr neu verpflanzen. Man kann dem vorbeugen, indem man die Zwiebeln in

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legt und diese Pflanzschalen eingräbt. und noch ein Vorteil haben diese Pflanzschalen, sie schützen vor ungebetenen Nagern, wie die Wühlmaus. Aber länger wie zwei Jahre sollte man die Pflanzschalen nicht am gleichen Ort lassen, denn irgendwann ist die sie umgebene Erde aufgebraucht und sie werden immer kleiner oder blühen überhaupt nicht mehr.

Der September wird auch der Kürbismonat genannt. Die beste Sorte aus dem eigenen Garten ist der „Butternut“. Den kann man bis zu zwei Jahren lagern. Nicht zu vergessen den „Hokkaido- Speisekürbis“. Erst mal braucht man ihn nicht zu schälen, zweitens gibt er eine kräftige Farbe, etwa in der Kürbissuppe. Und bei trockener, kühler und halbwegs dunkler Lagerung, hält er sich bis in den Winter hinein. Andere gelbe Speisekürbisse sind nach der Ernte ungeöffnet nur mäßig haltbar.

Zeit für die Apfelernte. Sie wissen nicht ob man schon pflücken kann? Probieren Sie es aus. Drehen Sie den Apfel oder knicken sie ihn. Läßt er sich lösen, dann ist er reif für die Einlagerung. Nehmen Sie nur unbeschädigtes Obst zur längeren Lagerung und kontrollieren Sie den Bestand öfters. Madige oder angefressene Äpfel, sei es von Wespen oder Vögeln, am besten bald verzehren.

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