Standorte der Pflanzen ist eine sehr heikle Sache

Im Laufe der Zeit kommt es zwangsläufig vor, dass Pflanzen verschiedener Art mit ihren verschiedenen Lichtverhältnissen auch verschiedene Standorte brauchen, aber meistens alle bunt vermischt in einer Pflanzengruppe stehen.
Einige überstehen es und manche gehen ein. Man spricht dann immer so salopp vom „Grünen Daumen.“ Das ist aber eine Legende.

An einem Beispiel kann man es leicht widerlegen. Wenn man zwei gleiche Pflanzen nimmt, die Halbschatten brauchen, sie gleich düngt und gießt und eine an ein Nordfenster und eine an einem Südfenster stellt, wird folgendes passieren. Am Nordfenster werden sie gedeihen und am Südfenster nicht, weil sie den Halbschatten brauchen.

Deshalb sind Ost- und Westlagen die idealsten Standorte. Hier bekommen die Pflanzen am Fenster immer genug Licht und die Sonneneinstrahlung ist am Morgen an der Ostseite und am Nachmittag auf der Westseite nicht mehr so intensiv.
Nordlagen sind aber immer noch den Südlagen vorzuziehen. Sie bieten den Pflanzen zwar reduziertes Licht, aber das ist immer noch erträglicher wie den ganzen Tag den vollen Sonnenschein.



Einfach schöne Blumen –


Gärtner Pötschke macht es möglich. Beste Qualität seit 1912.


Jetzt bestellen!

Die meisten unserer Pflanzen vertragen keine pralle Sonne aber lieben die Helligkeit. Die gefährlichste Zeit für Pflanzen ist im Sommer von 11:00 h bis 15:00 h. Dem normalen Pflanzensortiment geht es aber dann gut, wenn man zu dieser Zeit die Außenmarkise ausfährt.
Innen angebrachte Jalousien bieten keinen Ersatz. Sie schützen zwar vor intensiver Sonneneinstrahlung aber nicht gegen den Hitzestau der durch die aufgeheizten Scheiben entsteht.
Außen angebrachte Jalousien oder andere Maßnahmen zur Schattierung sind weitaus besser für die Pflanzen.

Für Südfenster, die nicht beschattet werden können ist leider nur eine bescheidene Auswahl an Pflanzen zu finden. Eigentlich vertragen diese Verhältnisse nur eine Reihe von Sukkulenten.
Aber was im Sommer wegen der Temperaturen für die meisten Pflanzen gut ist, kann im Winter zu Schäden führen. So wollen z.B. Myrte und Yucca im Winter bei +6° bis -8° gehalten werden.
Darauf muss man beim Zusammenstellen eines Pflanzensortiments achten, sonst wird man keine lange Freude an seinen Pflanzen haben.
Es sei denn, man hat den Platz, um sie über Winter in andere Räume zu bringen.

Für Nordfenster ist die Auswahl der Pflanzen größer. Hier lassen sich Pflanzen die unser Raumklima tolerieren, wie Gummibaum, Bromelien, Farne usw. sehr gut halten.

Und wie ist das mit dem Licht?

Man muss wissen, Pflanzen sind auf 5 Wachstumsfaktoren angewiesen. Sauerstoff, Nährstoffe, Wärme, Wasser und Licht. Letzteres davon ist das Wichtigste. Deshalb versucht jede Pflanze ihr Blattwerk zum Licht zu wenden und wächst für unsere Begriffe schief. Ideal für jede Pflanze wäre der Lichteinfall von oben. Da es aber meistens nicht machbar ist, wird oft empfohlen, die Pflanzen zu drehen.
Verschiedene Pflanzen reagieren dann aber mit Blattvergilbung und Blattabfall. Wieso kommt so etwas? Ganz natürliche Reaktion der Pflanze. Sie versucht mit aller Macht und großer Energie ihre Blätter wieder in die Richtung zu bringen, wo das Licht herkommt. Das führt zu hohen Verlust ihrer Kräfte und sie können dann nicht mehr alle Blätter halten. Deshalb sollte man z.B. Gummibäume auf niedrigen Hockern nahe am Fenster stellen. So bekommen sie halbwegs Licht von oben.
Bei Kamelien und Gliederkakteen ist inzwischen bekannt, das sie bei einer Drehung nach dem Knospenansatz Blätter und Knospen ab schmeißen.

Man kann natürlich auch heute schon mit Lichtquellen angenehme Lichtverhältnisse schaffen. Allerdings geht das nur mit Speziallampen. Eine normale Glühbirne geht da nicht, weil sie zu einem eine viel zu hohe Wärme abstrahlen und zweitens das volle Tageslichtspektrum und die ultravioletten Strahlen die die Sonne ausstrahlt nicht erzeugen können.

Ampelpflanzen – Was muss ich beachten?

Zu einem darf man das Gewicht nicht unterschätzen. Ein sicher angebrachter und vor allem tragfähiger Haken muss es schon sein. Hinzu kommt noch das zusätzliche Gewicht nach dem Gießen. Ampelpflanzen brauchen öfters Wasser wie andere Zimmerpflanzen. Die Erde trocknet in den Höhen schneller aus, wie auf einer Fensterbank. Hier kann man ohne weiteres den Ampelpflanzen alle 1 – 2 Wochen ein Tauchbad gönnen. Damit ist die Wasserversorgung je nach Pflanzenart für mehrere Tage abgedeckt.

Am bekanntesten und oft als Ampelpflanzen verwendet werden Efeuarten wegen ihrer kräftigen Grün – Effekte und Philodendron. Inzwischen sind noch viele neue Arten im Fachhandel erhältlich.

Beliebte Standorte sind Blumenfenster und Wintergärten

Das trifft allerdings meistens nur für Hausbesitzer zu. Um ein Blumenfenster zu haben, ist es günstig so etwas gleich beim Hausbau einzuplanen und es sollte möglichst an einer Ost- oder Westseite sein. Das ist der Idealzustand für die grünen und blühenden Schützlinge.
Es reicht aber nicht aus einfach ein Fenster einzubauen, denn Belüftung, Luftfeuchtigkeit, Wärme und ob es ein geschlossenes oder zum Raum hin offenes Blumenfenster sein soll, erfordern auch gewisse Bedingungen die gewährleistet sein müssen. Hier ist ein Rat vom Fachmann angebracht.

Wintergärten sind nach wie vor immer noch ideal, da sie für die Pflanzen die besten Lichtverhältnisse haben. Gerade für die Überwinterung von Kübelpflanzen sind sie sehr gut geeignet. Bei einem Neubau sollte man deshalb auch auf eine Heizung achten oder elektrische Heizlüfter anschaffen. In der heutigen Zeit sind die Wintergärten mit allen möglichen zusätzlichen Equipment ausgerüstet, das zwar im Anschaffungspreis nicht gerade billig ist, aber auf Dauer sich bezahlt macht.

Es geht natürlich auch eine Nummer kleiner

Mit Balkonkästen oder Kübelpflanzen für Terrassen, Loggien oder Balkone kann man willkommene Sommergäste mit ihrem Grünen und Blühen draußen fortsetzen. Zur Bepflanzung muss man sich vorher im Klaren sein, ob ich den Blick nach draußen haben möchte oder nicht. Dementsprechend muss ich gedrungene Pflanzen oder Kletterpflanzen nehmen. Spätestens aber im Herbst stellt sich bei einjährigen Pflanzen die Frage, was mache ich jetzt mit den leeren Pflanzgefäßen?
Hier bietet sich z.B. das Bepflanzen mit Zwergkoniferen an. Allerdings sollten Abstände eingehalten werden, die man im nächsten Jahr wieder mit frischen Sommerblumen bestücken kann. Auch der Handel bietet inzwischen verschiedene winterharten Pflanzen zum Bepflanzen von Balkonkästen an.
[dob delay=“240″ duration=“3″]



100 Jahre Gärtner Pötschke

[/dob]

Ich hoffe, Du konntest wieder viel Anregungen mitnehmen. Ich würde mich über einen Kommentar freuen. Vergiß nicht – Teile den Artikel oder klicke auf Gefällt mir bei Facebook, Goggle+,  Linkedin und Twitter.

This article has 4 comments

  1. Dennis Reply

    Gibt es für den Wintergarten noch irgendeine Alternative zum Heizlüfter? Dieser verbraucht ja bekanntlich schon eine Menge an Energie, gerade wenn man sich viel im Wintergarten aufhält. Was ist mit Heizpilzen? Oder darf man die da nicht einsetzen wegen Brandgefahr?

    • Gerhard Reply

      Hallo Dennis,
      danke für den Kommentar. Ja das stimmt, Heizlüfter oder Ölradiatoren, die ja auch über Strom betrieben werden, sind bei den gestiegenen Strompreisen natürlich sehr belastend für den Haushalt. Eine Alternative wäre Infrarotheizstrahler, aber sie verbrauchen auch Strom. Am günstigsten ist es natürlich, wenn man eine Heizungsanlage hat und ein oder zwei Heizkörper im Wintergarten anbringt.
      Zu Heizpilzen würde ich abraten. Es gibt zwei Gründe. In manchen Gegenden ist es verboten, sie aufzustellen. In geschlossenen Räumen darf man sie nicht verwenden, da sie beim Brennen mit Propangas bis zu 3,5 Kilogramm Kohlendioxyd ausstoßen, das ja bekanntlich zur Vergiftung führen kann.
      Alternativ dazu gibt es aber elektrisch betriebene Halogen Heizpilze. Aber sie verbrauchen bis zu 1200 Watt und sind im Anschaffungspreis auch nicht gerade günstig.
      Ich würde eine Beratung bei einem Fachmann vorziehen, ehe man sich in unnötige Kosten stürzt.

      LG Gerhard

  2. Paul Richter Reply

    Hallo Gerhard,
    lässt sich ein Ölradiator auch für einen Wintergarten nutzen? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
    Liebe Grüße,
    Jeremy

    • Gerhard Minsel Reply

      Die Antwort auf deine Frage. Wichtig ist, dass es keine offene Heizquelle ist, wie Propanbrenner ect. und das die Zirkulation der Luft im Raum gewähleistet ist. Da ja ein Ölradiator genauso funktioniert wie Heizkörper, nur im längeren Gebrauch teurer sind, geht es damit genauso.

      LG Gerhard

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.