Bodenpflege – Grundstein für ertragreiche Ernte

Garten angelegt und nichts wächst – Warum?

Die Nachfrage bei jungen Familien nach einem Garten ist enorm angestiegen. Gerade bei Neuanfängern kommt folgendes öfters vor. Im ersten Gartenjahr war es ein ertragreiches Jahr an Obst und Gemüse. Die Gründe können sein, dass der Garten von einem erfahrenen Kleingärtner übernommen wurde, oder es war ein ausgeruhter Boden. Und im nachfolgenden Jahr war das Ergebnisse nicht mehr so gut.

Eine der wichtigsten Regel eines Kleingärtners heißt:

Gleichmäßiger Ertrag und gutes Gedeihen setzen eine sachgemäße Bodenpflege voraus!

Vor allem ist das für Obstarten sehr wichtig, denn sie bleiben für längerer Zeit am selben Standort. Bei Gemüse ist das nicht gleich so zu merken, denn da wechselt ja die Art durch die Fruchtfolge auf den Beeten. So wird immer noch genügend Nährstoff vorhanden sein, bis auch er eines Tages aufgebraucht ist. Deshalb ist es auch da notwendig, rechtzeitig mit der Bodenpflege anzufangen.

Durch die Bodenpflege erreichen wir eine Krümelstruktur des Bodens und man hat somit die besten Eigenschaften insbesondere für die Obstsorten. Das Ziel erreichen wir mit Bodenbearbeitung, Humusversorgung, Düngung, Kalkzufuhr und Bewässerung. Nicht einzeln, sondern nur durch das Zusammenspiel aller Maßnahmen erreicht man, daß der Boden gekrümelt wird und sich sein Wasser- und Lufthaushalt bessert. Somit schafft man erst die Voraussetzung für die Tätigkeit der Kleinlebewesen im Boden und das Ergebniss ist Krümelstruktur und Gare des Bodens.

Alles fängt mit der Bodenbearbeitung an

Im Herbst wird der Boden gründlich gelockert und mit Humus angereichert. Im Frühjahr ist der Boden durch den Frost gelockert und mit Winterfeuchtigkeit angereichert. Das ist die günstigste Voraussetzung für die Arbeit der Bodenlebewesen. Durch ihre Kohlensäureausscheidung wird durch die Winterfeuchtigkeit der verklebte und gequollene Boden gar. Vergleichbar mit dem Aufgehen eines Hefeteigs. Die dabei endstandene Krümelstruktur des Bodens ist aber nicht ewig haltbar. Bleibt er unbearbeitet liegen, verdichtet sich der Boden durch Sonne und Regen. Außerdem ist auch die Wasseraufnahme nicht mehr so gut.

Welche Maßnahmen muß ich ergreifen?

Um diesen günstigen Bodenzustand zu erhalten, besteht die Aufgabe darin, die Winterfeuchtigkeit zu behalten. Der Grund ist, daß die Niederschläge im Sommer in unseren Breiten nicht kontinuierlich fallen. Wenn mehrere zu warme Tage ohne Niederschlag sind, muß gegossen werden. Oft aber reicht es nur dazu aus, unsere Pflanzen am Leben zu halten. Das Wachstum stockt. Und genau da kommt uns die Winterfeuchtigkeit zu Hilfe. Aber nur, wenn man vorsorglich ständige Hackarbeiten macht.
Damit werden drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!

Zum ersten werden Unkräuter als starke Wasser- und Nährstoffzehrer vernichtet und zweitens durch die Unterbrechung der Bodenkruste eine flache Krümelstruktur geschaffen und die Verdunstung durch das Unterbrechen der Wasserkanäle gehemmt.
Und drittens kommt hinzu, daß durch die Hackarbeiten auch eine bessere Erwärmung des Bodens erreicht wird, da eine rauhe Oberfläche sich schneller und besser erwärmt als eine glatte und ungebrochene.

Auch wenn ich diese Bodenstruktur erreicht habe, ist das aber kein Garant für ewig gute Ernte. Gerade für Obstbäume und Beerensträucher ist eine ausgewogene und spezielle Ernährung in Form von Dünger erforderlich. Dazu eignet sich am besten „Pflanzenfutter für Obstbäume“ von www.poetschke.de

Bodenbedeckung – ratsam oder nicht?

Grundsätzlich – Ja. Es erspart uns in gewisser Hinsicht einige Arbeiten und schützt. Sie schützt nicht nur vor Austrocknung sondern erspart uns auch die Unkrautbekämpfung. Eine Bodenbedeckung wirkt sich besonders günstig auf die Feuchtigkeitsverhältnisse aus und die Bodentemperatur ist wesentlich ausgeglichener. Damit schafft man die richtigen Verhältnisse für ein aktives und intensives Bodenleben durch Regenwürmer, Bodenbakterien und Pilze.
Diese schaffen, wie könnte es anders sein, durch die gründliche Bodenbearbeitung eine gute Krümelstruktur, die auch gegen jede ungünstige Wetterlage geschützt ist.

So eine Bodenbedeckung kann auch für Beete, z.B. für Erdbeeren, gemacht werden. Bei Obstbäumen und Beerensträuchern ist sie allemal ratsam. Als Material für eine Bodenbedeckung kann man fast alle trockenen, unverrottenden pflanzlichen Stoffe nehmen. Reisigholz, Stroh, Rindenabfälle wären da als Beispiel zu nehmen. Wenn man von jedem nur etwas hat, mischt man die Materialien. Am günstigsten ist es, wenn man diese Bodenbedeckung im Herbst aufbringt.

Aber auch Rindenmulch, das man aus den Gartencentern erwerben kann, ist verwendbar. Hier sollte man nur beachten, das eine zusätzliche Düngergabe vor dem Aufbringen erfolgt, weil dieser Rindenmulch gerne Nährstoffe, vor allem Stickstoff, aus dem Boden zieht.

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